Polen - Posen (Poznan)

Die Hauptstadt der Woiwodschaft Wielkopolska ist ein bedeutendes Kulturzentrum mit rund 20 Museen, vielen privaten Galerien, Oper, Philharmonie und Tanztheater. Wichtigste Kulturveranstaltung in Poznan ist das jährliche Straßentheater-Festival “Malta" im Juni. Theaterensembles aus aller Welt treten dann auf den schönsten Straßen und Plätzen von Poznan auf. Mehr als 100.000 Besucher zählt das mehrtägige Festival mit rund 100 Einzelveranstaltungen. Eröffnet wird es mit einem großen Konzert im Malta-Park.

Ausflug in / um Posen Museen und Galerien Veranstaltungen


Markt


Messe


Rathaus


Dominsel

 


Buchtip

Polen, der Süden
von Dieter Schulze -- Broschiert

>>> Bestellen



Buchtip

Baedeker Reiseführer, Polen
ITB Reiseführer Award 2004

>>> Bestellen

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
 

Posen im Blick

Ausgrabungen belegen, dass es schon im 9. Jahrhundert eine Burg auf einer Insel zwischen Warta und Cybina gab. Der Piastenfürst Mieszko I. ließ sich 966 dort taufen, zwei Jahre später gründete er den ersten Bischofssitz. Die Ansiedlung bekam den Namen Ostrów Tumski/Dominsel. Dies ist der älteste Teil des heutige Poznan/Posen. Im gotischen St.-Peter-und-Paul-Dom (Foto) findet sich heute noch das Grabmal von Mieszko I. und seinem Nachfolger Boleslaw Chrobry. Vor 750 Jahren wurde am linken Wartheufer das schachbrettartig angelegte neue Stadtzentrum errichtet. Seit dem Mittelalter ist Poznan ein wichtiges Handelszentrum, seit 1925 werden dort internationale Messen veranstaltet.

Anreise/Verkehr

  • Poznan befindet sich ca. 275 km von Berlin entfernt. Nach Warschau sind es rund 300 km. Per Auto ist die Stadt von Deutschland aus über die stark befahrene E 30 zu erreichen. Sie soll in den nächsten Jahren vierspurig ausgebaut werden.
  • Direktflüge nach Poznan bietet die LOT von Düsseldorf und Hannover. Von Köln fliegt die deutsche Fluggesellschaft European Air Express mehrmals wöchentlich nach Poznan. Wer von den übrigen deutschen Flughäfen anreist, muss in Warschau umsteigen. Der Flughafen befindet sich im Stadtteil Lawica.Von dort gibt es regelmäßige Busverbindungen ins Zentrum.
  • Per Bahn gibt es täglich drei Verbindungen mit dem Berlin-Warszawa-Express zwischen Berlin und Poznan, die Fahrtzeit beträgt etwa drei Stunden. Der Hauptbahnhof liegt direkt am Messegelände, unweit der Altstadt.
  • Teile der Altstadt sind für den Durchgangsverkehr gesperrt, in der Altstadt und den angrenzenden Gebieten ist das Parken für Pkw werktags gebührenpflichtig.
  • Die Altstadt ist gut zu Fuß zu erschließen.
  • Für weitere Wege gibt es ein gutes Netz an Straßenbahnen und Bussen. Der Preis für eine einfache Fahrt kostet 2 Zloty, ein Tagesticket 6,80 Zloty und eine 10-Tage-Karte 26 Zloty. Erhältlich an Automaten und in Kiosken. Taxifahrten sind in der Regel preiswert.Unbedingt darauf achten, dass die Tarife von außen gut sichtbar ausgehängt sind. Der Grundpreis tagsüber beträgt zwischen 5 und 6 Zloty, der Kilometerpreis etwa 1,50 bis 2 Zloty. Seriös sind Taxen, die einer Kooperative angehören und auf dem Dach deutlich sichtbar die jeweilige Funknummer führen.

Sehenswürdigkeiten

  • Sehenswert ist der Altmarkt (Stare Rynek), ein weitläufiger Platz im Zentrum der Altstadt, der von einem herrlichen historischen Gebäu­dekomplex umgeben ist (nach den Kriegszerstörungen weitgehend restauriert).
  • Das Rathaus gehört zu den schönsten Renaissance-Bauten in Polen (nach dem Krieg teilweise rekonstruiert). Den höchsten Turm krönt ein Adler. Über der Turmuhr erscheinen um 12 Uhr die bekannten Posener Ziegenböcke.
  • Im Rathaus befindet sich das historische Museum der Stadt Posen. Links vom Rathaus stehen die sogenannten Krämerhäuser mit ihrem charakteristischen Laubengang. Rings um den Alten Markt stehen restaurierte Bürgerhäuser in den unterschiedlichsten Baustilen.
  • Die Pfarrkirche ist ein Barockbau von 1649-1711 mit monumentalem einheitlichen Interieur und zahlreichen Kunstwerken.
  • Ostrow Tumski (Dominsel) liegt auf der Warthe-Insel und ist der älteste Teil Posens. Die Kathedrale, Mittelpunkt der Dominsel, wurde 968 zuerst als romanische Kirche errichtet. Zwischen 1050 und 1075 wurde an der gleichen Stelle eine romanische Basilika gebaut, zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert eine gotische. Diese wurde viele Male umgebaut, 1945 zerstört und zwischen 1946 und 1956 im gotischen Stil wiederaufgebaut. Der Haupteingang ist ein Portal mit einer Bronzegußtür, die Szenen aus den Leben der Heiligen Peter und Paul, den beiden Schutzheiligen sowohl der Kathedrale wie auch der Stadt, darstellt. Der Hauptaltar hat ein spätgotisches Polyptychon aus dem Jahre 1512. Die Kathedrale hat zwölf historische Kapellen einschließlich der zwischen 1835 und 1841 im byzantinischen Stil gebauten Goldenen Kapelle, die ein Mausoleum für Polens erste Regenten, Mieszko I. und seinen Sohn, Boleslaw Chrobry (Boleslaw den Tapferen), bildet. Unter der Kathedrale gibt es eine Krypta mit Überresten der vorromanischen und romanischen Strukturen.
  • Sehenswert ist das Tropenhaus, eins der grössten in Europa.