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Kattowitz
im Blick
Kattowitz
ist Verwaltungs- und Kulturzentrum des oberschlesischen Industriegebietes.
Obwohl das Dorf Kattowitz schon im 16. Jahrhundert gegründet wurde, hat
es erst im 19. Jahrhundert dank der neuzeitlichen industriellen Entwicklung
die Stadtrechte erhalten. Die meisten Sehenswürdigkeiten von Kattowitz
stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Vor allem handelt es sich dabei
um Industriebetriebe und sakrale Gebäude.
Anreise/Verkehr
- Katowice
befindet sich rund 500 km von Berlin entfernt. Per Auto ist die
Stadt von Deutschland über die E 40 zu erreichen. Von den Grenzübergängen
Forst oder Görlitz fährt man zunächst noch eine zweispurige Teilstrecke,
die übrige Strecke ist weitgehend bereits vierspurig ausgebaut. Ins
nahe Krakow kann man über die mautpflichtige Autobahn in knapp einer
Stunde fahren.
- Direktflüge
mit der polnischen Flugline LOT gibt es von Düsseldorf und Frankfurt/M.
Der polnische Billigflieger Air Polonia bietet eine regelmäßige Verbindung
von Katowice nach Köln. Die ungarische Billigfluglinie Wizz Air plant
ab Mai 2004 regelmäßig Flüge von Katowice nach Berlin-Schönefeld. Wer
von den übrigen deutschen Flughäfen anreist, muss in Warschau umsteigen.
Der Flughafen befindet sich im Vorort Przychowice, etwa 30 km nördlich
vom Stadtzentrum. Von dort gibt es regelmäßige Busverbindungen nach
Katowice sowie in andere oberschlesische Städte.
- Per
Bahn besteht eine tägliche Intercity- und eine Nachtzugverbindung
zwischen Berlin und Katowice. Der Hauptbahnhof befindet sich im Zentrum.
- Im Zentrum
ist das Parken für Pkw werktags gebührenpflichtig. Innerhalb
der Stadt kann man sich gut mit Bussen und Straßenbahnen bewegen, in
andere oberschlesische Städte gibt es gute Verbindungen per Bahn. Taxifahrten
sind in der Regel preiswert. Da es keine vorgeschriebenen Tarife gibt,
Vorsicht vor schwarzen Schafen, die vor allem an touristisch interessanten
Plätzen auf Gäste warten. Unbedingt darauf achten, dass die Tarife von
außen gut sichtbar ausgehängt sind. Der Grundpreis tagsüber beträgt
zwischen 5 und 6 Zloty, der Kilometerpreis etwa 1,50 bis 2 Zloty. Seriös
sind Taxen, die einer Kooperative angehören und auf dem Dach deutlich
sichtbar die jeweilige Funknummer ( z.B. 96-27) führen.
Sehenswürdigkeiten
- In Kattowitz
gibt es zwei Dinge in Hülle und Fülle: Kirchen und Museen. Die Kirche
der unbefleckten Empfängnis ist eine katholische Kirche, die zwischen
1862 und 1870 erbaut wurde. Sie ist die erste und einzige erhalten gebliebene
katholische Kirche im sonst eher evangelischen Kattowitz. Eine weitere
Kirche ist die aus Holz gebaute Kirche im Kosciuszki-Park, auch Erzengel
St. Michael Kirche genannt. Diese Kirche ist aus dem Jahre 1510. Eine
Besonderheit ist zum einen der außergewöhnliche Korpus der Holzkanzel,
zum anderen der Glockenturm, der 1938 aus dem Dorf Syrynia überführt
wurde.
- Neben
modernen Wohn- und Geschäftsgebäuden gibt es im Zentrum von Katowice
einige Straßenzüge im neogothischen Stil aus dem 19. Jahrhundert. Sehenswert
sind die Gebäude des Wyspanskiego-Theaters und des Schlesischen Museums.
Das Museum zeigt eine bedeutende Sammlung polnischer Kunst des 19. und
20. Jahrhunderts. Die im Volksmund “Untertasse” genannte Sporthalle
fasst 11000 Zuschauer und wird für Messen und große Konzerte genützt.
Die “amerikanischste aller polnischen Städte” wurde Katowice/Kattowitz
einmal genannt. Hier entstanden einige der ersten Wolkenkratzer in Europa.
Berühmte deutsche und polnische Architekten prägen bis heute das Stadtbild.
- Kattowitz
hat auch einen großen jüdischen Friedhof - mit einem der ältesten Gräberfelder
der Stadt.
- Eine weitere
Sehenswürdigkeit in Kattowitz ist die Bergmannssiedlung ”Giszowiec”,
eine zwischen 1908 und 1915 errichtete Musterarbeitersiedlung. Die auf
Anregung von Anthon Uthemann entstandene Siedlung ist noch heute ein
Unikum im europäischen Maßstab.
- Ebenfalls
sehenswert ist der Stadtpalast am Wolnosci Platz. Die aus der zweiten
Hälfte des 19. Jahrhunderts stammende, neorenaissance Luxusresidenz
ist der Wohnsitz der Familie Goldstein, Inhaber des ortsansässigen Sägewerks.
Das von Warschau für Oberschlesien gestiftete, 1967 errichtete Denkmal
der Schlesischen Aufständischen
gilt als das heimliche Wahrzeichen der Stadt. Es ist ein Symbol für
die drei schlesischen Aufstände.
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