Museen und Ausstellungen in Danzig

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1.Historisches Stadtmuseum Rechtsstädtisches Rathaus (Muzeum Historiczne)

Öffnungszeiten: Tägl. 10:00 -16:00, So 11:00 -16:00, außer Mo. Ab 1. Juni tägl. 10:00 -17:00, Mi 10:00 -16:00, So 11:00 -17:00, außer Mo.

Im Obergeschoß des Rathauses befindet sich das Museum. Es sind Fotos von Gdansk vor dem Krieg und die Ruinen nach der Zerstörung von 1945 zu sehen. Man kann sich den Grad der Zerstörung kaum vorstellen, die durch die Bombardierung der Alliierten zwischen 1943 und 1945 und die russische Eroberung verursacht wurde. Im Museum ist auch ein Osterei von Faberge ausgestellt, das zur Erinnerung an die Millenniumsfeier 1997 überreicht worden war. In der früheren städtischen Kassenhalle werden Antoni Molers Rent a Penny und Bilder von Van de Block gezeigt. Ständige Ausstellung: 1000 Jahre Danzig.

2.Nationalmuseum (Muzeum Narodowe)

Öffnungszeiten: Tägl. 09:00 -16:00, Sa., So 10:00 - 16:00. Außer Mo.

Ehemaliges Franziskanerkloster und Fieberhospital mit Kreuzgewölben in den Sälen und Gängen. Die Sammlungen umfassen gotische Kunstwerke, Skulpturen, Gold- und Silberwaren, Gemälde und kunstvoll geschnitzte Möbel. Auch die Textilien Künste sind vertreten mit Gewändern, Stickereien und Wandteppichen. Der größte Schatz ist Hans Memlings Triptychon “Das Jüngste Gericht”, das von den Russen 1956 an die Stadt Gdansk zurückgegeben wurde.

3. Zentrales Meeresmuseum (Centralne Muzeum Morskie)

Öffnungszeiten: Tägl. 10:00 - 16:00. Außer Mo.

Ein Besuch in diesem riesigen Museum auf beiden Ufern der Motlawa beginnt mit der Ausstellung von Booten Außereuropäischer Völker in einem modernen Gebäude neben dem Krantor auf dem linken Ufer. In chronologischer Reihenfolge sind Schiffe und Segelboote aus der ganzen Welt ausgestellt. Auch das Leben zu Wasser von Jozef Teodor Konrad Korzeniowski, besser bekannt unter dem Namen Joseph Conrad, wird in einer kleinen Vitrine gezeigt. Auf der anderen Seite des Flusses, der Olowianka (Insel Bleihof) (keine richtige Insel trotz des Namens) liegen drei Renaissance-Kornspeicher mit Namen Jungfrau, Kupfer und Oliva. Gehen Sie über die Lange Brücke am Grünen Tor, ungefähr 10 Minuten. Vor den Speichern liegt das erste nach dem Krieg in Gdansk gebaute Frachtschiff zum Transport von Erz und Kohle. Es kann besichtigt werden. Die neuen großen Hallen auf der Olowianka zeigen die Ausstellung Polen und die Ostsee zur Geschichte der polnischen Seefahrt mit Schiffs- und Hafenmodellen, Uniformen aus allen Jahrhunderten und ein furchterregendes Arrangement von schwedischen Kanonen aus den Schwedisch-Polnischen Kriegen von 1626-29 und 1655-60.

4. Archäologisches Museum (Muzeum Archeologiczne)

Öffnungszeiten: Tägl. 09:00 - 16:00, Mi 10:00 -17:00, Sa, So 10:00 - 16:00. Außer Mo.

Alles rund um den Bernstein ist in diesem fünfstöckigen Gebäude mit Aussichtsturm chronologisch dargestellt. Versteinerungen und Harzklumpen, die an der Ostsee gefunden wurden, kann man hier ebenso sehen wie kunsthandwerkliche Stücke daraus und die zur Bearbeitung erforderlichen Werkzeuge. Vor allem sind Funde aus Gdansk ausgestellt, die Zeugnis geben von der jahrhundertealten Zivilisation dieser Gegend. Vom Aussichtsturm neben dem Gebäude schöner Blick auf Wasser und Straßen.

5. Polnische Post - Museum für Post- und Fernmeldewesen (Poczta Polska)

Öffnungszeiten: Tägl. 10:00 - 16:00, Sa, So 10:30 - 14:00. Außer Di.

Hier verteidigten sich am ersten Tag des 2. Weltkrieges, am 1. September 1939, die Postangestellten gegen die deutschen Angreifer, gleichzeitig war der Angriff auf die Westerplatte. Die Polen hielten die Stellung über 13 Stunden, mussten aber wegen Feuer im Gebäude aufgeben. Zuverlässige Anwälte behaupten, dass die Postangestellten inhaftiert und zwei Monate später von einem Feuerkommando erschossen wurden. 1991 wurden ihre Überreste in einem Massengrab entdeckt. Günter Grass berichtet hierüber in seinem Roman “Die Blechtrommel”. Vor der Post erinnert heute ein Denkmal an diese Gräueltat. Im Innern der Polnischen Post gibt es eine kleine Ausstellung dazu. Außerdem Ist die Entwicklung der örtlichen Post von den Anfängen im 18. Jh. bis 1939 zu sehen.

6. Artushof (Dwor Artusa)

Öffnungszeiten: Mo 10-15, Di-Sa 10-18, So 11-18

Treffpunkt reicher Kaufleute und Adeliger, wurde 1350 in Danzig errichtet und brannte 1476 ab. 1478 wurde ein neuer und größerer Artushof im Stil der Spätgotik gebaut. Eine Umgestaltung erfuhr der Artushof 1616 durch den Architekten Abraham van der Blocke im Renaissancestil. Der 350 m² große Saal des Artushofes wird von vier schlangenförmigen Granitpfeilern gestützt. Berühmt ist das Interieur des Artushofes, insbesondere ein zwölf Meter hoher Kachelofen.

7. Uphagenhaus (Dom Uphagena)

Öffnungszeiten: Tägl. 10:00-16:00, So. 11:00-16:00, Außer Mo. Das schönste Patrizierhaus des 18. Jahrhunderts von 1776. Im Gegensatz zu den anderen glattwandigen Fassaden gliedert sich hier die Fläche durch Lisenen und Fensterrahmung in wechselnde, leise vor- und zurücktretende Schichten. Im Erdgeschoß sind die Lisenen rustikaartig gefügt. Die Uphagensche Front repräsentiert in ihrer vornehmen Durchbildung die norddeutsche Physiognomie eines wohlhabenden Bürgergeschlechtes jener Zeit.

Ständige Ausstellungen: Ein historisches Bild einer Hansestadt Alte Karten und Ansichten von Danzig vom 16. bis 19. Jahrhundert

8. Jahrmarkt des Heiligen Dominik (Jarmark Dominikanski)

31.07 - 22.08 Das größte Fest des Jahres in Danzig. Eröffnet wird er mit dem symbolischen Einzug des Königs und seines Hofstaates in die Stadt, alle in historischen Kostümen. In vielen Gassen der Rechtstadt sind Bühnen aufgebaut, überall wird Straßenkunst präsentiert, und natürlich kommt auch das leibliche Wohl beim Dominik nicht zu kurz. Besonders interessant ist der Dominikanermarkt für Liebhaber alter Bücher und Antiquitäten. Der Schwung des Danziger Jahrmarktes lässt sich mit solchen bekannten europäischen Veranstaltungen vergleichen, wie das Oktoberfest in München oder der Weihnachtsmarkt in Hamburg. Der Organisator der Veranstaltung ist die Internationale Messe Danzig AG. weitere Infos unter: http://www.mtgsa.com.pl

9. Festival der Guten Stimmung (Festiwal Dobrego Humoru)

24 - 26.06 Das Festival der Guten Stimmung ist eine gemeinpolnische Wettbewerb- Übersicht von polnischen Fernsehproduktionen mit dem Komödiencharakter, Reihenfolgen, Programme, tolk-shows, sowie Musik-Unterhaltungsschauen. Die Juniveranstaltung ist eine der jüngsten, in der Dreistadt organisierten Veranstaltungen und schon jetzt erfreut sie sich des Ansehens des breiten Publikums, weil ...es gesund ist, zu lachen. Ihre Kennzeichen sind eine Fahrt auf der Danziger Bucht als Anknüpfen an die polnische Komödie von Marek Piwowski “Fahrt” (Rejs), der runde, steife, himmelblaue Hut von Chaplin und zahlreiche Straßenfernsehstudios, die an dem Festivalwettbewerb teilnehmen. Im Rahmen des Festivals, als Begleitveranstaltungen, werden in öffentlichen Stellen (Theater, Konzertsäle, Pleinairs) zahlreiche Spektakel, Bühnenveranstaltungen, Schauen, Vernissagen mit Beteiligung von Komödientheatern, Kabaretten, Satirikern, Kunstschöpfern, Schöpfern von Karikaturen, Zeitungszeichnungen, Plakaten, von Außenwerbung, sowie Straßenschauspiele, Happenings und Feste organisiert. Der Organisator der Veranstaltung ist das Video Studio Gda?sk weitere Infos unter: http://www.videostudio.com.pl

10. Festival der Freilicht- und Straßentheater FETA (Festiwal Teatrów Plenerowych i Ulicznych FETA)

14 - 18.07 Das Festival der Freilicht- und Straßentheater FETA, wie sich darüber dessen Organisatoren äußern, ist die Poesie des Theaters und die Prosa der Straße. Es lässt sich nicht, daran gleichgültig vorbeizugehen. Das einzigartige Bühnenbild schafft es, dass das Theater den Zuschauer hinreißt, engagiert. Die Bühne hat keine Grenzen - der Zuschauer wird oft zu einem Schauspieler. Die Poetik der Vorführungen entflieht jedem Schema. Kleine Gauklerszenen und monumentale expressive Schauspiele, Mimen, Leute auf Stelzen und Tänzer, Geschichten aus der ganzen Welt - das ist die reiche Landschaft des Danziger Straßenfestes, das sein getreue und anspruchsvolle Publikum hier seit Jahren sammelt. Das Repertoire von FETA bietet viele attraktive Spektakel, die auf berühmten Straßenbühnen der Welt gastierten. Organisator der Veranstaltung ist der Klub der Jugendlichen Schöpfer PLAMA weitere Infos unter: http://www.plama.art.pl

11. Internationales Shakespeare-Festival (Festiwal Szekspirowski)

1 - 8.08 Das Szekspir-Festival wird seit dem Jahr 1997, seit der Millenniumsfeier Danzigs, organisiert. Es ist die Rückkehr zu der Renaissancetradition dessr Besuche in der Stadt von englischen Theatertruppen. Diese anspruchsvolle und interessante Veranstaltung ist die internationale Übersicht von den interessantesten Inszenierungen der Werke des Meisters aus Stratford. Szekspir zeigt sich als immer wieder modern, aktuell, inspirierend. Das was in seinem Werk am wichtigsten ist, bleibt trotz des Verlaufs von Jahrhunderten unverändert - universale Wahrheiten und uralte menschliche Emotionen. Daher auch ist das Interesse des Publikums an dem Festival und sein Rang in dem Theatermilieu so hoch. Die Danziger “Goldene Yoricks” sind eine hochgeschätzte Trophäe. Höchstwahrscheinlich schon ab dem Jahr 2007 wird der Geist von Szekspir in dem in Danzig rekonstruierten Gebäude des Elisabeththeaters aus dem 17. Jahrhundert zu Gast sein und dieses interessante Kulturereignis wird einen prächtigen Rahmen dadurch gewinnen. Organisator der Veranstaltung ist die Stiftung Theatrum Gedanense weitere Infos unter: http://www.teatr-szekspir.gda.pl