Schlesien - Die niederschlesichen Gebirge

Die Sehenswürdigkeiten Niederschlesiens tragen dazu bei, dass es eins der attraktivsten Wandergebiete Polens ist. Wunderschöne Landschaften, abwechslungsreich gestaltete Naturgebiete, zahlreiche Wanderrouten, Landschaftsschutzgebiete und ein spezifisches Klima bieten sowohl im Sommer als auch im Winter einzigartige Bedingungen für Freizeitgestaltung, Erholung und Wanderungen.


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Wandern im Riesengebirge von Kerstin Micklitza, Andre Micklitza

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Bory Dolnoslaskie/Die Niederschlesischen Wälder laden ein, die Ruhe geniessen wollen, aber auch zugleich auf der Suche nach Naturnähe, sowie an Pilzsuche und abenteuerlicher Jagd interessiert sind.

Góry Izerskie/Das Isergebirge mit wichtigsten Erholungszentren in Swieradów-Zdrój (Bad Flinsberg) und Czerniawa-Zdrój (Bad Schwarzbach), gehört zu einem der schwach bewohnten Gebiete der Sudeten. Nordöstlich von Swieradow Zdroj, bei Lesna/Marklissa, liegt die mächtige Burg von Czocha/Tschocha aus dem 13.Jh.

Höchster Berg des Riesengebirges/Karkonosze ist die Sniezka/Schneekoppe mit 1602m. Hier liegen die wichtigsten Erholungsorte niederschlesischer Gebirges: Karpacz/Krummhübel und Szklarska Poreba/Schreiberhau. Zu Füßen des 23 km langen Gebirgskammes liegt Kotlina Jeleniogorska/der Hirschberger Talkessel mit seinem Hauptort Jelenia Góra/Hirschberg, welcher ein wohlgepflegtes Stadtbild mit bunten Laubenhäusern, vorweisen kann.

Auf dem Gipfel von Lysa neben Dziwiszów (Berbisdorf) - Góry Kaczawskie/Bober-Katzbachgebirge, wurde eine Wintersportsstation errichtet. Neben den Natureigenschaften gibt es dort viele Baudenkmäler, u.a. die im 17. Jh. aus Holz gebaute Friedenskirche in Jawor (Jauer), die Piastenschlösser in Grodziec (Gröditzberg), Legnica (Liegnitz), Glogów (Glogau), Bolków (Bolkenhain) und Prochowice (Parchwitz). Wenn man in dieser Region wandert, sollte man unbedingt Zlotoryja (Goldberg) besuchen. In den Sanden des Flusses Kaczawa kann man Goldkörnchen finden.

In dem Landeshuter Kamm/Rudawy Janowickie, trifft man mehrere Gesteine von fantastischen Formen. Zu den attraktivsten Stellen gehören: das Falkengebirge mit der stilvollen Baude Szwajcarka, Skalnik, die Bolczów Burgruine und die malerischen Seen von Wiesciszowice (Rohnau).

Zu den bedeutendsten spätbarocken Baudenkmälern von Kamienna Góra/Landeshut (Góry Kamienne und Walbrzyskie/Stein- und Waldenburgergebirge) gehört die Klosteranlage Krzeszów/Grüssau, die zählt zu den weltweit unschätzbaren Baudenkmälern. Die Perle des Waldenburger Gebirges ist das Schloss Ksiaz/Fürstenstein, das am Nordrand der Stadt Walbrzych/Waldenburg liegt. Anziehungspunkte dieser Region sind die schon im 17. Jh. bekannten Kurorte Szczawno-Zdrój/Bad Salzbrunn und Jedlina Zdrój/Bad Charlottenbrunn.

Während des zweiten Weltkrieges versuchte man im Eulengebirge den grossen geheimnisvollen unterirdischen Baukomplex - eine Waffenfabrik des Dritten Reiches in Walim/Wüstewaltersdorf und eine unterirdische Stadt “Osówka” in Gluszyca/Wüstegiersdorf zu errichten, die zur Zeit besichtigt werden können.

Der grosse Teil des Heuscheuergebirges/Gory Stolowe seine Besonderheit besteht in den originalen phantastischen Gesteinformen, die wie Tiergestalten, riesige Pilze, Türme, Keulen oder Hammer in Himmel ragen. Die Tischflächen bilden mehrere Labyrinthe der Gesteine “Bledne Skalki”/Wilder. Eine Musterausstattung eines ehemaligen niederschlesischen Dorfes ist in dem malerisch gelegenen Museum der Volkskultur des Sudeten Berglandes in Pstrazna/Straussdörfel zu sehen.

Bei der Besichtigung des Glatzerberglandes/Kotlina Klodzka kann man nicht Klodzko/Glatz - die Hauptstadt der historischen Graftschaft verpassen. Die Heil- und Mineralbrunnen in den seit dem 16. Jh. bekannten Kurorten Polanica/Altheide Bad, Duszniki/Bad Reinerz und Dlugopole/Bad Langenau ziehen viele Besucher an. In Wambierzyce/Albendorf genant auch “polnisches Jerusalem” gibt es eine Basilika, und die bewegliche Weih-nachtskrippe.

Gory Orlickie/Das Adlergebirge zeichnet sich durch die grössten in Sudeten Regen- und Schneefälle sowie durch eine längstens anhaltende Schneebedeckung ab. Eine interessante Stelle in dieser Region ist ein Torflager in der Nähe von Zieleniec/Grunwald, wo man die Tertiärrelikte treffen kann. Zieleniec ist auch durch seine attraktive Wintersportgebiete bekannt.

Masyw Snieznika/Glatzer Schneegebirge und Góry Bialskie/Bielengebirge sind der zweithöchste nach dem Riesengebirge Gebirgszug in Sudeten. Auf dem Gebirgsbach Wilczka entstand der 20 m hohe Wasserfall Wilczki/Wölfelsfall. Zu den besonders sehenswerten Natursehenswürdigkeiten gehört ohne Zweifel Jaskinia Niedzwiedzia/Bärenhöhle, die auf dem südwestlichen Hang von Stroma (Riemerkoppe) nahebei Kletno/Klessengrund liegt. Auf den Abhängen von Czarna Góra/Schwarzer Berg (1205 m) entstand ein modernes Wintersportzentrum.

Auf den Hängen von Bzowiec /Schalaster Koppe (Góry Zlote und Bardzkie/Reichensteiner- und Warthagebirge) befindet sich die zweitgrösste Höhle der Sudeten: Radochowska/Reyersdorfer Höhle. In Zloty Jar bei Zloty Stok/Reichenstein wurde einige hundert Jahre Gold und dann Arsen gewonnen. Heute befindet sich in den alten Stollen der unterirdische Wanderweg. In dieser Region sprudeln zahlreiche Mineralquellen. Ladek Zdrój/Bad Landeck ist das älteste Heilbad Europas mit einem den besten Kurhäuser.

Das Gebiet von dem Strehlen-Nimptschergebirge/Wzgórza Niemczansko-Strzelinskie zeichnet sich durch die grosse Vielfalt der Pflanzendecke aus. Besonders sehenswert ist der dendrologische Garten in Wojslawice/Eibenhoff nahe Niemcza/Nimptsch. Das Gebiet ist an Schwefel- und Eisenheilquellen reich, insbesondere in Przerzeczyn Zdrój/Bad Dirsdorf, wo man rheumatische Krankheiten kurieren kann.

Sehenswert im Zobten Massiv sind Sobótka/Zobten, Stary Zamek/Alter Schloss und Bedkowice/Bankwitz mit dem archäologischen Schutzgebiet, der prähistorischen Siedlung aus dem 4. Jh. und dem Hügelgräberfeld. Die Schätze der Region bilden die historischen Stadteinrichtungen von Strzegom/Striegau, Dzierzoniów/Reichenbach und Swidnica/Schweidnitz (mit der Friedenskirche zur Heiligen Dreifaltigkeit, im Ganzen aus Holz gebaut, und der Stadtpfarrkirche St. Stanislaus und St. Wenzel mit dem höchsten Kirchturm in Schlesien).

 

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