Schlesien - Czestochowa/Tschenstochau

Die ehemalige preußische Provinz Schlesien liegt in der südwestlichen Ecke von Polen. Das Gebiet zieht sich vom Kamm der Sudeten über ein hügeliges Mittelgebirgsvorland und die Flussebene der Oder bis zum sanft welligen Schlesisch-Polnischen Landrücken. Schlesien ist etwa so groß wie Baden-Württemberg, hat mit knapp fünf Millionen Einwohnern aber nur etwa die Hälfte an Menschen. In Schlesien sind die Winter ziemlich kalt und die Sommer recht warm, das Klima ist also ausgesprochen kontinental.


Jasna Gora

Czestochowa


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Czestochowa/Tschenstochau und Umgebung

Das Stadt gehört nach Lourdes (Frankreich) und Fatima (Portugal) zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten Europas. Seine Geschichte ist mit dem 1382 gegründeten Paulinerkloster auf der Jasna Gora aufs Engste verbunden. Jasna Gora gilt als geistliche Hauptstadt des polnischen Katholizismus. Die Klosterbasilika der Heiligen Jungfrau, die im 15. Jh. erbaut wurde und sich jetzt in ihrer Barockform aus dem 17. Jh. präsentiert, birgt in ihrem Innern das weithin berühmte Gnadenbild der Schwarzen Madonna, das Fürst Wladyslaw der Oppelner 1384 dem Kloster geschenkt hatte. Es wurde laut Legende vom Heiligen Lukas gemalt. Das Bild ist jährliches Ziel von Millionen Gläubigen auf Wallfahrt. Sehenswert auf dem Gelände von Jasna Gora sind auch der Rittersaal, das Zeughaus und das Museum.

In der näheren Umgebung der Stadt lohnt ein Ausflug in die Krakau-Tschenstochauer Hocheben zur Route der Adlerhorste. Im 14. Jahrhundert ließ König Kazimierz III. Wielki hier eine Reihe von Burgen gegen bauen und nutzte die Hochebene als Schutzwall gegen die Böhmen. Die Ruinen zeugen heute noch von ihrer einstigen Größe. Wie Nester thronen sie auf den Kalksteinfelsen, daher der Name Adlerhorste. Die zwei bekanntesten Burgruinen befinden sich in Olszyn und in Ogrodzieniec, südöstlich von Czestochowa. Die 30 km breite Hochebene zieht sich bis in die Woiwodschaft Malopolska/Kleinpolen und ist ein beliebtes Gebiet für Kletterfreunde.

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