Kleinpolen

Malopolska (Kleinpolen) ist ein historischer und ethnographischer Landstrich am oberen und mittleren Flusslauf der Weichsel. Er umfasst den größeren Teil der Polnischen Karpaten, das Tal von Sandomierz (Kotlina Sandomierska), das Auschwitzer Tal (Kotlina Oswiecimska) und das Kleinpolnische Hochland (Wyzyna Malopolska), dessen Bestandteil die unikale Naturregion des Krakau-Tschenstochauer Jura ist.Die Region Malopolska hat viele historischen Sehenswürdigkeiten, eine herrliche Natur, und attraktive Erholungszentren.Die ganz im Osten, an der Grenze zur Ukraine und Slowakei gelegenen Beskiden und die Bieszczady gehören zu den am dünnsten besiedelten Gebieten in Europa, gleichzeitig aber auch zu den attraktivsten für einen naturnahen Urlaub. Atemberaubend ist der Dunajec-Durchbruch im Pieniny-Gebirge.

Empfohlene Feriengebiete

  • Rund um Kraków/Krakau
  • Hohe Tatra und Umgebung
  • Beskiden, Pieniny-Gebirge und Bieszczady
  • Rund um Rzeszow


Sandomierz


Krakau


Tatra


Lodz

Lezajsk

Przemysl

Zakopane

Wieliczka

 

 


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Rund um Kraków/Krakau - Die Region rund um Kraków/Krakau ist von sehr hohem touristischen Wert. Hier finden sich wichtige Ziele für historisch und kulturell interessierte Reisende. Neben Krakau selbst gibt es auf engstem Raum drei weitere, höchst unterschiedliche Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes. Das über 750-jährige Bochnia ist eine Stadt mit vielen ausgezeichneten architektonischen Kulturdenkmälern im Barockstil und aus späteren Zeiten. Bochnia, die Stadt zwischen Kraków und Tarnów ist durch sein Salzbergwerk, Wieliczka, bekannt geworden.Sehenswert ist das Lokalmuseum, vor allem wegen der ungewöhnlichen Darstellung der jüdischen Vergangenheit als integralen Bestandteil der Stadtgeschichte.Südlich der Stadt befindet sich ein Ort Wieliczka mit dem unter Denkmalschutz stehenden Salzbergwerk, auch auf die UNESCO Liste eingetragen. Das Salzbergwerk und das sich dort befindende Muzeum Zup Krakowskich (Museum der Krakauer Salzsiederei) sind für die Touristen zugänglich. Ein Besuch in den reich verzierten Salzkapellen und den Räumen ist eine unvergessliche Attraktion.

Kalwaria Zebrzydowska ist mehr als nur ein vierhundert Jahre alter Wallfahrtsort im Süden Polens. Nicht nur stammt Johannes Paul II. aus dem wenige Kilometer entfernten Wadowice, auch ist das Heiligtum bei der Unesco als Weltkulturerbe aufgelistet. In Wadowice, südwestlich von Krakau, wurde Papst Johannes Paul II. geboren. In seinem Geburtshaus entstand ein Museum, in dem an Hand von Dokumenten, Fotos und persönlichen Gegenständen das Leben des Papstes nachgezeichnet wird. Gleich daneben befindet sich die Kirche, in der Karol Wojtyla getauft wurde.

Das Renaissanceschloss in Pieskowa Skala, welches sich auf dem Gebiet des Nationalparks Ojcow befindet, stellt Werke der europäischen Kunst vom 15. bis ins 19. Jahrhundert aus. Nördlich der Stadt, unter den Kalkfelsen gibt es ein sehr schönes Tal, wo man „Ojcowski Park Narodowy“ (ein Nationalpark) gegründet hat. Die Touristen finden hier Kalkformationen und über 900 Höhlen.

Das Staatsmuseum Auschwitz-Birkenau wurde auf dem Gebiet des größten ehemaligen Konzentrationslager gegründet. Hier kamen ca. 1,5 Millionen Menschen ums Leben. Dieses erschreckende Denkmal der Geschichte wurde in die Liste der Kulturellen und Naturellen Welterbe eingetragen.

Hohe Tatra und Umgebung - In der Hohen Tatra erhebt sich mit dem 2499 Meter hohen Rysy der höchste Berg Polens. Die"Hohe Tatra" ist ein Teil der Karpaten und ein wahres Paradies für alle Naturfreunde. Sie bietet eine sehr schöne Fauna und Flora, Berge und ideale Wanderwege. In der Tatra befinden sich die besten Schigebiete in Polen. Auf den Gipfel von Kasprowy Wierch (1984 m) kann man mit dem ältesten in Polen Seilzug fahren, übrigens der soll in absehbarer Zeit modernisiert werden. Tatrzanski Park Narodowy (Tatra Nationalpark) ist der meistbesuchte Nationalpark in Polen.

Zakopane ist einer der berühmtesten Urlaubsorte Polens. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jh. bekannt geworden, zieht Zakopane jetzt von Jahr zu Jahr mehr Touristen und Sportler an. Die Stadt lockt mit ihrer einmaligen Stimmung, nebeneinander finden Sie die authentische Volkskultur der Podhalaner Goralen ebenso wie das anspruchsvolle Repertoire des „Witkacy“-Theaters und die hier oft gespielte Musik von Szymanowski. Wie liebenswert aber Zakopane ist, erleben Sie in den reizenden kleinen Cafés, bei Jazz- und Rockkonzerten in alten Kellern, beim Blick auf das Panorama der Berge und das bunte Treiben in der Krupowki-Fußgängerzone. In der Umgebung von Zakopane gibt es einige schöne alte Dörfer. Am bekanntesten ist Chocholow, nordwestlich von Zakopane. Dort finden sich noch mehr als 30 schöne hölzerne Bauernhäuser.

Koscielska-Tal. Das schönste Tal im polnischen Teil der westlichen Tatra. Hier finden Sie für den Besuchsverkehr erschlossene Höhlen und grandiose Felsschluchten. Bukowina Tatrzanska befindet sich im Nordosten von Zakopane, am Fusse der Tatras, in der Nähe der slovakischen Grenze (Grenzübergang in Lysa Polana 9 km). Das Gebäude Dom Ludowy verfügt über eine Theaterbühne und ist das grösste Holzhaus Polenshier arbeiten Kunstgewerbler, die Glasmalereien anfertigen oder andere traditionelle Handwerksprodukte herstellen.

In Nowy Targ/Neumarkt, einer Stadt am Rande der Hohen Tatra, findet jeden Donnerstag ein großer Wochenmarkt statt, auf dem regionale Waren angeboten werden. In dem nahe gelegenen Ort Debno Podhalanskie findet sich eine sehr sehenswerte Holzkirche aus dem 15. Jahrhundert, deren Innenraum komplett ausgemalt wurde.

Beskiden, Pieniny-Gebirge und Bieszczady - Die südöstliche Grenze Polens bilden die Karpaten, eine Gebrigskette, zu der die Hohen (West-) Beskiden, die Hohe Tatra und die Niederen (Ost-) Beskiden gehören. Besonders sehenswert sind die Westbeskiden, vor allem Beskid Zywiecki mit der Babia Góra (1725m), dem höchsten Gipfel der Beskiden. Hier befindet sich der Nationalpark Babiogórski Park Narodowy mit seinen unberührten Urwäldern, in denen Bären, Wölfe und Luchsen leben. Sehr gute Wintersportmöglichkeiten finden Sie auch in der Umgebung von Krynica und Grybow. Ein wild romantisches Panorama bietet der Durchbruch des Flußes Dunajec durchs Gebirge in der Nähe von Nowy Targ. Regelmäßige Floßfahrten werden angeboten.

Nowy Sacz ist die Hauptstadt der Gebirgsregion. Vom historischen Hauptplatz kommt man zur Hl. Margarethe-Kirche aus dem 13. Jh. Ein Besuch im Regionalmuseum ist ebenfalls empfehlenswert. Unweit können die Ruinen der Wehrburg besichtigt werden, die in den Jahren 1350 - 1360 errichtet wurde, bis heute blieb nur die wiedererrichtete Schmiedebastei erhalten, sowie das Gebäude der alten Synagoge in der Nähe der Burg.

Krosno liegt am Rande der Kleinen Beskiden. Hier befindet sich das älteste Erdölfördergebiet der Welt. Dort entwickelte der Apotheker Ignacy Lukasiewicz 1854 die erste Petroleumlame. Der Marktplatz von Krosno zählt zu den schönsten in Polen und ist eingerahmt von prächtigen Bürgerhäusern mit Laubengängen. Die älteste Erdölförderstelle, von Lukasiewictz 1854 eröffnet, befindet sich südwestlich von Krosno, in Bobrka.

Das Bieszczady-Gebirge ist dicht bewaldet und hat fast keine Industrie. Auf den breiten sonnigen Almen zwischen den Wäldern weiden Schafe, die nur hin und wieder von einem ausgehungerten Raubtier aus der Ruhe gebracht werden. Das Bieszczady-Gebirge ist knapp 120 km lang und 90 km breit. Zu den höchsten Gipfeln gehören Tarnica (1346 m), Krzemien (1335 m) und Halicz (1333 m). Eine der schönsten Straßen Polens, die sogenannte Bieszczady-Schleife, verläuft quer durch das ganze Gebirge. Durch den Bau einer Talsperre am San ist bei Solina ein Stausee entstanden, an dem ein attraktives Erholungszentrum eingerichtet worden ist. Lesko (6.000 Einwohner): In der Kleinstadt in den Bieszczady sind eine spätgotische Kirche und das Anfang des 16. Jahrhunderts erbaute Schloss sehenswert. In der ehemaligen Synagoge befindet sich ein Regionalmuseum. Von Lesko im Norden bis Ustrzyki Gore am Fuß des 1346 Meter hohen Berges Tarnica führt die in den 60er Jahren erbaute wunderschöne Ringstraße durch die Bieszczady. Sanok am Ufer des San ist mit 32.00 Einwohnern die einzige größere Stadt in den Bieszczady. Das Schloss stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde im frühen 19. Jahrhundert erweitert. Dort findet sich eine der größten Ikonensammlungen in Polen. Im Freiluftmuseum im Stadtteil Biala Gora werden typische historische Holzbauten aus der Region gezeigt.

Rund um Rzeszow - Rzeszow (160.000 Einwohner) ist das Verwaltungszentrum der Woiwodschaft Karpatenvorland. In der durch Kriege mehrfach zerstörten Stadt gibt es noch einige sehenswerte Bauten aus dem 18. und 19. Jh. Die Pfarrkirche stammt aus dem 15. Jh, das in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts gebaute Bernhardinerkloster verfügt über eine reiche barocke Ausstattung. Östlich vom Rynek/Markt gibt es zwei Synagogen. Eine wird als Ausstellungshalle genutzt, die andere als Archiv. Das von Tylman van Gameren entworfene barocke Lubomirksi-Sommerpalais im Süden der Stadt wird heute von der Pädagogischen Hochschule genutzt.

Przemysl (65.000 Einwohner) liegt am Ufer des San, dicht an der Grenze zur Ukraine. Der grenzüberschreitende Handel prägt heute die Stadt, die ein kulturelles Zentrum im Südosten Polens ist. Bekannt ist sie für die hier gefertigten Pfeifen und Glocken. Unter österreichischer Herrschaft war die Stadt ab 1876 zur Festung ausgebaut worden. Die Befestigungsanlagen prägen heute noch das Stadtbild. Sehenswert in der Altstadt sind die ursprünglich gotische St. Johannes-Kathedrale, die später im Barockstil umgebaut wurde, ferner das barocke Karmeliterkloster, die im Stil des Rokoko gestaltete Franziskanerkirche und der barocke Uhrturm.

Lancut (16.000 Einwohner) liegt östlich von Rzeszow. Hier befindet sich eines der bedeutendsten Magnatenschlösser Polens. Das zweigeschossige Bauwerk mit einem Innenhof entstand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, der großzügig angelegte Park im 17. Jahrhundert. Das Haus gehörte zuletzt der Magnatenfamilie Potocki. Die Innenräume sind prunkvoll ausgestattet. Zu sehen ist dort unter anderem eine Gemäldesammlung. Im Park befinden sich eine Orangerie, ein Lusthäuschen und andere Bauten. Das Kutschenmuseum im Schlosspark zeigt eine der schönsten Kutschensammlungen in Polen. In einem Seitenflügel des Schlosses gibt es ein Hotel. In der Stadt lohnt ein Besuch der ehemaligen Synagoge, in der sich heute eine Ausstellung zur Regionalgeschichte befindet.

Jaroslaw (40.000 Einwohner) am Ufer des San, war im 15. und 16. Jahrhundert ein wichtiges Handelszentrum. Nach den Zerstörungen des Krieges wurde die Innenstadt wieder rekonstruiert. Rund um den Marktplatz befinden sich stattliche Patrizierhäuser. Schönstes Gebäude ist das im Renaissancestil gebaute Haus der Familie Orsetti am Rynek 4, das heute als Museum dient. Ebenfalls im Renaissancestil entstand das ehemalige Wehrkloster, das von hohen Mauern mit Wehrtürmen umgeben ist.

Baranow Sandomierski, südlich von Sandomierz, ist eines der schönsten polnischen Renaissance-Schlösser.

Przeworsk. Im ehemaligen Palast der Familie Lubomirski ist heute ein Kutschenmuseum eingerichtet.

In Sieniawa gibt es einen reizvollen Adelspalast. Er war zuletzt im Besitz der Familie Czartoryski und ist von einem großen Park umgeben. Heute wird es als Schlosshotel genutzt.

Krasizyn liegt westlich von Przemysl, am Ufer des San. Dort gibt es das im Renaissancestil erbaute prachtvolle Schloss der Familie Krasicki mit einem großen Innenhof. Umgeben ist es von einem elf Hektar großen Park. In der ehemaligen Remise befindet sich heute ein Hotel.

Lezajsk ist ein Bernhardinerkloster nordöstlich von Rzezow. Dort gibt es eine der berühmtesten und größten Orgeln des Landes. Das 1693 gebaute Instrument zählt 5900 Pfeifen. Das Kloster entstand Anfang des 17. Jahrhunderts durch den italienischen Baumeister Pellacini.

Pruchnik ist ein altes Städtchen nahe Jaroslaw, das zahlreiche sehenswerte Holzhäuser mit Bogengängen aus dem 19. Jahrhundert aufweist.